JAN LINDENAU

Journalist.

Das wichtigste Zuerst:

Moin, 

schön, dass Du hier bist. Ich bin Jan Lindenau. Für das Finanzamt bin ich selbstständiger Journalist, meine Auftraggeber kennen mich als Web-und-Wiesen-Reporter aus Berlin-Wedding. 

Ein paar Worte zu mir: Ich bin das Kind einer Russin und eines Deutschen, glücklicherweise haben sie mir ihre Sprachen mitgegeben, also studierte ich nach dem Abitur Slawistik und Germanistik. Nach dem Bachelor kam das Volontariat an der Axel-Springer-Akademie und so landete ich schließlich bei WELT: Hier drehte ich Videos, lernte das Recherchieren, schrieb Reportagen, machte Fotos, verfasste Porträts und Dossiers. 

Jetzt bin ich freier Journalist. Ich schreibe immer noch für WELT, dazu für die VICE und noch einige mehr, ich drehe und schneide Videos direkt für Kunden oder Produktionsfirmen. Ich bin ziemlich glücklich als Selbstständiger, immer auf der Suche nach neuen Projekten und klugen Menschen – vor allem, wenn es um Crime, Cyber oder Computerspiele geht.

Wenn Du also denkst, das klingt doch gut, mit dem sollte man sich mal unterhalten: Sehr gerne. Schreib mir.

Was ich Mache:

Schreiben.

Journalistenschule und Redaktionsalltag sei Dank: Ich durfte mein Handwerk bei einigen Edelfedern des deutschen Journalismus lernen. Ich weiß, wie ein Text besser wird, wann eine Dramaturgie mal nicht funktioniert, was eine These ist. Und keine Angst, ich erfinde nichts.

Filmen.

Das Video-Team von WELT war eine gute und harte und lustige Schule, seitdem kann ich mich mit gutem Gewissen Videojournalist nennen. Wenn es knallt, nehme ich gleich die Kamera. Ich habe mein eigenes Equipment (Video und Audio), Filme schneide ich mit Adobe Premiere und Final Cut Pro selber.

Recherchieren.

Schon früh haben mich ein paar Investigativ-Reporter unter ihre Fittiche genommen. Dank ihnen weiß ich, welche Datenbanken bei einer biographischen Recherche entscheidend sind und wieso sich ein Blick ins Handelsregister immer lohnt. Mein kreativer Umgang mit sozialen Netzwerken ist Ehrensache, ob auf Deutsch, Englisch oder Russisch.

Fotografieren.

Die Faustregel jeder Lokalzeitung: Wenn Du einen Protagonisten triffst, dann kommst Du mit einem Foto zurück. Gut also, dass ich seit meiner Jugend mit Spiegelreflexkameras fotografiere, jetzt eine GH5 mit mehreren Optiken besitze und einen stabilen Workflow in der Bildbearbeitung habe.

Reden.

An der Humboldt-Universität brachte ich als Tutor meinen Kommilitonen die russische Literatur und das Lachen nahe. Die Fortbildung im freien Reden hat sich ausgezahlt, da der Journalismus mittlerweile seinen Platz auf der Bühne gefunden hat. Wenn man mir ein Mikro in die Hand drückt, dann kommt da auch was Sinnvolles raus.

Bei wem ich das gemacht habe:

Seit 2010 arbeite ich als Journalist, damals noch als Chefredakteur der “spree – Studentenpresse” in Berlin. Seitdem sind ein paar Jahre vergangen und Auftraggeber dazugekommen. Unter anderem diese.

Was ich So gemacht habe:

Ich habe Texte geschrieben über:

Mit meiner Kollegin Jennifer Wilton machte ich mich ein Jahr nach dem Terroranschlag nach dem Breitscheidplatz auf die Suche nach Menschen, die diesen überlebt hatten. Der Text (PDF) schaffte es 2018 in die Vorauswahl des Nannen-Preises in der Kategorie Dokumentation.

Wie könnte ein Hacker Menschen umbringen? Mit dieser Frage sind meine Kollegin Anette Dowideit und ich an die Recherche zu diesem Titelthema gestartet. Ein halbes Jahr haben wir mit Chefs von Kliniken und Stadtwerken, mit Sicherheitsbehörden und einem Hacker geredet. Die Antwort auf unsere Ausgangsfrage ist alles andere als rosig (PDF).

Früh hatte es sich abgezeichnet, dass der 19. Bundestag einer der spannendesten überhaupt werden würde. Also setzte ich mich für meine Kolumne “Neu im Bundestag” bei WELT für ein halbes Jahr in den Reichstag. Und beobachtete. Und schrieb. In dem halben Jahr habe ich nicht nur ein paar Handynummern gesammelt, sondern vor allem viel darüber gelernt, wie Politik funktioniert und wie über sie berichtet wird.

Als in der Hosemannstraße eine zerstückelte Rentnerleiche gefunden wurde, fuhr ich mal vorbei und traf den Nachbarn des Ermordeten (PDF). Die meisten Berliner Berichterstatter waren sich einig, der sei ein wenig verrückt, den müsse man nicht allzu ernstnehmen. Ich habe ihn trotzdem über mehrere Monate lang immer wieder besucht, zugehört und siehe da – er hatte die Polizei auf die Spur des Mörders gebracht.

Als Jugendlicher verbrachte ich einen ordentlichen Teil meiner Zeit in World of Warcraft, dem heißen Scheiß auf dem Online-Rollenspiel-Markt damals. Irgenwann habe ich mir die Frage gestellt: Was ist aus den Menschen von damals geworden, die ich nur aus der virtuellen Welt kannte? Zeit, um meinen alten Mentor und Gildenmeister das erste Mal (PDF) persönlich zu treffen.

Das Vertical Motherboard von VICE Deutschland ist eine grandiose Spielwiese, auf der ich über meine Lieblingsthemen rund ums Gaming und das Internet berichten kann. Vor allem, wenn eine Geschichte so spannend und lehrreich ist wie die der Bluewater-Affäre, einem Terror-Fake, auf den zahlreiche Medien reinfielen und der auf mehreren Ebenen seiner Zeit ein Jahrzehnt voraus war.

Im Juli 2017 trieb ich mich zum G20-Gipfel (PDF) eine Woche zwischen Protestcamp und Schanze herum. Auf Twitter berichtete ich in Echtzeit, wenn Steine flogen, Feuer gelegt, Geschäfte geplündert wurden.

Ich habe Videos gedreht über:

Das Projekt ÜberWasser von WELT war auf der Suche nach multimedialen Geschichten rund ums Wasser, und so flog ich 2017 auf eigene Faust nach Nepal. Mitten in den Bergen nördlich von Kathmandu besuchte ich ein Dorf, das nach den Beben von 2015 ohne Wasserversorgung klar kommen musste – bis ein paar findige Ingenieure kamen.

Mein erstes 360°-Video habe ich in Norwegen aufgenommen, nicht der sicherste Ort, um mit Stativ und sechs Kameras zu hantieren (Wind! Wasser! Möwen!). Was für ein Glücksfall aber, dass ich Kjell Olsen getroffen habe, den letzten Leuchtturmwärter in Norwegen, der mir dann ausnahmsweise auch den Zugang zum Licht seines Turms aufschloss.

Meine Zeit im Video-Team von WELT begann 2016 für mich mit diesem Video: Ein hartes Thema, eine langwierige Recherche und beim Dreh ganz auf mich alleine gestellt. Einmal fertig geschnitten kam die Reportage dann aber zum richtigen Zeitpunkt: Kurz darauf wurde die Droge durch Volker Beck noch ein weniger bekannter und mein Video im Fernsehen von N24 ausgestrahlt.

Irgendwann bekam ich die Nummer von Frank Schmiechen in die Hand gedrückt. Der Mann brauche ein Musikvideo, sagte man mir. Lohnt sich das, fragte ich mich? Ein Tag lang drehen, Gefriemel im Schnitt, alles für eine Handvoll Dollars? Jap. Gute Zeiten.

Ich habe Reden gehalten über:

Die Deutsche Welle Akademie hatte mich zum ersten Media-Slam in Chisinau eingeladen, was ich mir natürlich nicht entgehen lassen konnte, und über das erfolgreichste Videospiel aller Zeiten und die Schmuddelecken, die es natürlich auch hier gibt. Was da genau passiert, seht ihr ab Minute 10:30.

Die Macher des Bühnenformats Journalism on Stage hatten mich für ihre erste Veranstaltung angefragt, um über Russland und Propaganda zu reden. Konnte ich natürlich nicht nein sagen, ist schließlich ein Herzensthema. Ich redete zehn Minuten über die eigene Recherche zu “Russia Today”, und ließ mich dann mindestens genau so lange von den Zuschauern mit Fragen und Meinungen bewerfen. 

Der Reporter Slam von Realsatire ist der Quatsch Comedy Club für begeisterungsfähige Journalisten, damit verrückten Ideen und unkonventionelle Recherchen gewürdigt werden. Ich war dafür vorher noch bei der Berliner Stadtreinigung und habe mir einen Papierkorb als Anschauungsmaterial besorgt.

Wie du mich erreichen kannst:

Du kannst mich gerne anrufen oder antexten: +49 176 966 522 98

Auf den meisten Plattformen findest Du mich unter @jannosen, zum Beispiel Twitter, Facebook, Instagram, Telegram.

Wenn Du eine Runde mit mir zocken und quatschen willst, schau gern auf Discord oder Twitch vorbei.

Aufträge, Rechnungen und Liebesbriefe gehen per E-Mail an mich.

Und wenn Du mich verschlüsselt anschreiben willst, mein Public Key ist recht eingängig: B4E6 2508 4740 55D1 D9BA BA9C E624 34C7 7E0B 6520